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Es war anno 1236 n Chr. als der Halberstädter Bischof beschloss, den, durch den Angriff von Heinrich den Löwen, zerstörten Dom St. Stephanus wieder aufzubauen. Die damaligen Bürger der Stadt verfolgten dies mit regem Interesse. Zu groß war inzwischen der Mißstand der Halberstädter mit ihrem Bischof geworden. Sie beschlossen deshalb eine eigene Kirche zu errichten und es entstand die Idee von der Martinikirche. Einer Bürgerkirche im Zentrum der Stadt.
Die Bürger wollten eine Kirche speziell für ihre Zwecke bauen, eine Kirche in der sie Feste feiern und Versammlungen abhalten können. Die Martinikirche sollte diese Aufgaben übernehmen und auch der Stadtüberwachung dienen, der sie ihre zwei unterschiedlichen Türme zu verdanken hat. Aus seinem Turmfenster im Südturm, sollte der Stadtwächter einen guten Rundumblick haben, ein hoher Nordturm hätte da gestört, daher hat man ihn kurzerhand kleiner gebaut.
1945 wurde die Martinikirche, durch den britisch- amerikanischen Bombenangriff auf die Stadt schwer getroffen. Ziel der Angriffe am 8. April war das Fabriksgelände der Junkerswerke sowie das Bahnhofsgelände, dennoch wurde auch das gesamte Zentrum mit bombardiert. Somit auch die Martinikirche. Nur durch die Hilfe von Herrn Bolze, einem Architekten konnte die Martinikirche gerettet werden. Er suchte sich Arbeiter die ihm bei seinem Projekt helfen würden. Durch ihn konnte die Martinikirche unser gotische Dom sowie die romanische Liebfrauenkirche gerettet werden.
1989 wurde die Kirche erneut die Bürgerkirche der Stadt. Einheimische und Besucher versammelten sich hier um unter dem Logo"Gebet für unser Land" gegen das damalige Regime der SED zu demonstieren. Nach einer Andacht in der Martinikirche zogen die Teilnehmer durch die Stadt, um mit Plakaten und Flugblättern ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Nach der Wende versuchten die Bürger der Stadt, der Martinikirche wieder etwas zurückzugeben. Unter dem Logo " Wir helfen Martini, das ist Halberstadt !" sammelte man Geld, um dringend nötige Reparaturen an der Kirche vorzunehmen. Dabei wurde das Dach neu gedeckt und der Altarraum restauriert. Arbeiten am Mauerwerk und an den Fenstern wurden ebenfalls getätigt. Wie durch ein Wunder konnte die Orgel wieder klangfähig gemacht werden, und das nur mit einem Minimum an finanziellen Aufwand. Heute finden in der Martinikirche Ausstellungen und Konzerte statt.
Um Aufnahmen der Martinikirche anzuschauen, klicken Sie bitte auf die kleinen Bilder.
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