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Einbau des Gitters

benötigt wird:

    Hühnerdraht, quadratische Anordnung, Rolle 5 m lang, 1 m breit, verzinkt

    12 - 15 Metallplättchen 6-8 cm lang mit 5’er Bohrungen

    M5 Senkkopfschrauben mit Muttern 16 mm lang

    Nagelkrampen oder Tacker ohne Rückwiderstand mit ausreichend Munition

Der Einbau des Gitters ist eine ziemlich anstrengende und zugleich leider oft auch sehr schmerzhafte Angelegenheit. Hier wird auf jeden Fall die Hilfe von 1-3 anderen Leuten benötigt. Erfreulich ist aber auch, dass das Gitter leicht zu bearbeiten ist und daher der Fehleranteil hier sehr gering ist.
Wie bereits in der Einkaufsliste beschrieben, sollte man verzinktes Gitter und nicht mit Plastik umschweistes Gitter nehmen, da Plastik einerseits bei den nageintensiven Degus nicht geeignet ist und außerdem bleibt verzinktes Gitter leichter in der aufgezwungenenen Form, als es bei Plastik der Fall ist.

Zunächst muss das Gitter zurecht geschnitten werden, dabei wird sicherlich auffallen, dass die bereits vorgeschnittenen Ränder des Gitters wesentlich weniger scharfkantig sind, als die mit einer Kneifzange selbst zurechtgeschnittenen. Es ist ratsam, die Seitenkanten niemals nachzuschneiden, da man dadurch zusätzlich scharfe kannten nimmt, sondern die Gitter einfach in der Länge zu schneiden.

Es wird zunächst eine Rückwand benötigt, da das Gitter 1 Meter breit ist und unser Käfig 97,5 cm breit ist, wurde das Gitter nur auf die Länge zugeschnitten. Der Käfig ist 145 cm hoch, davon ziehen wir nun aber 25 cm ab, die die Bodenwanne ausmacht, bleiben noch 120 cm, wir sollten aber 10 cm als Spielraum einplanen, da das Gitter nie so straff gespannt werden kann, dass es ganz glatt aufliegt und so nur 120 cm benötigt werden würde.

Das Gitter wird also mit einer Kneifzange auf 130 cm zurechtgeschnitten, dabei sollte man das Gitter immer so abkneifen, dass direkt hinter einer “Kreuzung von 2 Drähten” abgeklemmt wurde. Somit sind die scharfen Kanten, die beim Abkneifen entstehen direkt hinter einer solchen Kreuzung und bilden kein ganz so großes Verletzungsrisiko.

Nachdem das Rückwandgitter zurecht geschnitten wurde, wird auf gleiche Weise ein gleich großes Stück hergestellt. Einziger Unterschied, nachdem das Stück zurecht geschnitten wurde, wird es bei genau 50 cm Breite nochmals in der Mitte durchgeschnitten. Dadurch erhalten wir die Gitter für die Seitenwände.

Da der Käfig nur 45 cm breit wird, können nun auch dort noch herausstehende Drahtenden bis auf eine “Kreuzung” gekürzt werden, damit die scharfen Kanten nicht so herausragen.

Für die Türen werden ebenfalls zwei Gitterstücke benötigt, welche analog der Bearbeitung des Gitters für die Seitenwände hergestellt werden.

Einbau des Gitters:

    Vorweg: Falls an manchen Ecken und Kanten das Gitter nicht passgerecht oder durch Verbiegen eingefügt werden kann, lohnt es sich, ein zwei Felder herauszuschneiden. Diese zusätzlichen scharfen Kanten müssen aber durch Umbiegen oder Flachhämmern entschärft werden.

    Zunächst wird eine Seitenwand eingefügt, dabei muss darauf geachtet werden, dass die vom Werk geschnittene Seite (die also nicht über die scharfen Kanten verfügt) in Richtung der späteren Türen zeigt. Die scharfkantige Seite sollte nach hinten zeigen, wo später das Rückwandgitter eingefügt wird.

    Das Seitengitter wird so eingefügt, dass das Ende des Gitters auch um die rechtwinklige Rahmenschiene herumgeht und erst im Bereich der späteren Türen endet. Besonders wichtig ist dies, wenn der Rahmen wie in unserem Falle auf der Höhe von 1m Plastikverstrebungen hat, die ihn zusammenhalten. Durch das zusätzliche Gitter ist der Zugang für die Degus erschwert. Nach oben und unten sollte zusätzlich etwas Gitter überstehen. So geht das Gitter also in den Bereich der Decke und in den der Bodenwanne hinein.

    Mit den kleinen Metallplättchen mit Bohrungen wird nun das Gitter zunächst vorn befestigt. Dabei wird das Plättchen von Innen gegen das Gitter gepresst und von außen werden die Schrauben durch die Bohrungen des Rahmens geschoben. Bei unserem Rahmen war es so, dass nicht immer die Bohrungen des Plättchens mit denen des Rahmens auf einer Höhe lagen, da musste man dann ein wenig ausprobieren, bis man eine passende Stelle fand.

    Pro Plättchen sind zwei M5 Senkkopfschrauben mit Muttern (Länge 16 mm) notwendig. Werden die Plättchen fest angezogen, so sitzt auch das Gitter sehr fest am Rahmen. Auf drei Höhen (oben, mitte, unten) werden diese Plättchen angebaut und das Gitter so fixiert.

    Diese Arbeitsschritte werden auf der anderen Seite wiederholt, wobei nochmal gesagt werden muss, dass zunächst nur vorn die Gitter befestigt werden.

    Nun wird die Rückwand eingefügt, dabei soll die vom Werk geschnittenen Enden der Rückwand über den Enden liegen, die selbst zurecht geschnitten wurden. Also die Seitenwände liegen mit ihren Enden hinter der Rückwand. Dadurch sind die spitzen Enden für Degus nicht mehr erreichbar.

    Nun werden die Rückwand und die Seitenwände endgültig durch weitere Metallplättchen im Rahmen befestigt. Die oberen Enden des Gitters werden anschließend so umgebogen, dass die scharfen Kanten fast glatt an der Decke aufliegen. Eine Sache sollte dabei beachtet werden, später sollen schließlich ja auch Brettchen und Zwischenebenen eingebaut werden, daher sollten die Metallplättchen der Gitter möglich alle immer auf einer Höhe festgeschraubt sein, sonst stören sie beim Einbau der Brettchen.

    Die unteren Enden des Gitters werden komplett 1 Quadrat nach innen umgeschlagen, dadurch werden die spitzen Enden ebenfalls für die Degus kaum erreichbar sein. Nun müssen die Gitter mit den Krampen oder besser mit einem Tacker an der Bodenwanne befestigt. Durch das Befestigen an der Bodenwanne kann nochmals die Chance genutzt werden, das Gitter zu spannen. Es ist schwierig in die Aluschienen zu nageln, daher sollte versucht werden in den Holzspalt zu nageln oder zu tackern, welcher bei 15 mm Aluschienen noch übrig ist. Das ist etwas knifflig, aber die Mühe lohnt sich, da das Gitter dadurch sehr straff wird.

    Anschließend wird direkt am unteren Ende der Gitter nochmals eine Reihe getackert oder mit den Krampen genagelt.

    Das Gitter sollte nun möglichst straff gespannt sein. Dass es wahrscheinlich noch immer nicht maximale Festigkeit erhält, stellt kein Problem dar, da spätere Einbauten (Sitzbretter, Zwischenböden) ebenfalls durch Krampen oder Tackern mit dem Gitter verbunden werden.

    Abschließend sollten alle Enden des Gitters nochmals mit dem Finger überprüft werden, ob irgendwo noch scharfe Kanten oder spitze Enden hervorstehen. Diese Enden können dann mit einem Hammer noch etwas entschärft werden. Wichtig ist, dass sowohl für Degus, als auch für die Besitzer keinerlei Verletzungsrisiken auftreten können.

Das Gitter ist sowohl auf der oberen Kante des Brettes als auch auf der Seite mit Krampen befestigt wurden. Bei dem ersten Käfig haben wir für die hinteren Bretter der Bodenwanne noch keine Aluminiumschienen verwendet, daher konnten die Gitter leichter im Holz befestigt werden. Beim Bau des zweiten Käfig haben wir es aber mit einigem Mühen hinbekommen, dennoch das Gitter an der Oberkante zu befestigten.

Schön ist auch zu sehen, wie die letzte Reihe des Gitters umgeschlagen wurden. Nun zeigen die Spitzen nach innen und stellten so keine Gefahr für die Degus mehr dar.

Durch solche Metallplättchen wird das Gitter festgehalten. Hier ist auch nochmal gut zu sehen, dass die scharfkantigen Enden der Seitengitter hinter dem Rückwandgitter eingefasst werden, dadurch sind die scharfen Enden des Geflechts kein Risiko mehr für die Degus.

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